Tanorexie: Sucht nach Bräune erhöht Hautkrebsrisiko

Pressemitteilung von: Deutsche Krebshilfe e.V.    / PR Agentur: Deutsche Krebshilfe e.V.
Deutsche Krebshilfe warnt vor häufigen Solarienbesuchen

Bonn (sts) – Die Sehnsucht nach Licht, Wärme und gebräunter Haut treibt viele Menschen ins Solarium. Aber jeder Solarienbesuch erhöht das persönliche Hautkrebsrisiko. „Wird das Bräunen zur Sucht, vervielfacht sich insbesondere die Gefahr am aggressiven malignen Melanom zu erkranken, dem sogenannten ‚schwarzen‘ Hautkrebs“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Unter www.krebshilfe.de bietet die gemeinnützige Organisation daher umfassende Informationen zum Thema Hautkrebs durch UV-Strahlen.

Extremes, zwanghaftes Bräunen der Haut wird als Tanorexie bezeichnet. Der Begriff leitet sich ab von dem englischen Verb für bräunen „tan“ und Anorexia nervosa, der Bezeichnung für Magersucht. Wie bei der Magersucht liegt auch bei der Tanorexie ein verzerrtes Selbstbild vor. Obwohl diese Menschen bereits übermäßig gebräunt sind, empfinden sie sich selbst als blass und damit unattraktiv. Bei Verzicht auf Solarium und Sonnenbäder leiden viele der Betroffenen vermehrt an Nervosität, Zittern, depressiven Verstimmungen und einem starken Drang nach Sonnenlicht.

„Die Betroffenen gefährden durch ihr krankhaft übertriebenes Streben nach Hautbräune massiv ihre Gesundheit. Ihr Melanomrisiko ist extrem erhöht“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und Mitglied im Fachausschuss ‚Krebs-Früherkennung‘ der Deutschen Krebshilfe. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass sich das Risiko, am aggressiven malignen Melanom zu erkranken, verdoppelt, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig einmal im Monat genutzt werden. Bräunungssüchtige jedoch gehen wöchentlich, im Extremfall auch täglich ins Solarium.

Übermäßige ultraviolette Strahlung aus Sonne und Solarien stuft die Weltgesundheitsorganisation als krebserregend ein. UV-Strahlen sind der größte Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. Deutschlandweit ist Hautkrebs inzwischen die häufigste Tumorart: Etwa 224.000 Menschen erkranken jährlich neu daran, 26.000 davon am malignen Melanom. Der „schwarze“ Hautkrebs ist besonders gefährlich, da er bereits sehr früh Tochtergeschwulste bildet und dann oft nicht mehr heilbar ist. Zunehmend werden Melanome bei jüngeren Menschen diagnostiziert, insbesondere bei Frauen. Experten machen häufige Solariengänge für diesen Trend verantwortlich.

UV-Strahlen bewirken, dass der Körper sogenannte Glückshormone ausschüttet. Experten gehen davon aus, dass diese einer körpereigenen Droge ähnelt, die körperlich und psychisch abhängig machen kann. „Noch ist die Tanorexie nicht als Suchterkrankung anerkannt, da großangelegte Studien fehlen“, so Breitbart.

„Gerade junge Menschen hoffen, durch einen Solarienbesuch ihr ‚Wohlbefinden‘ und ihre ‚Attraktivität‘ zu steigern. Sie sind besonders gefährdet, langfristig ein krankhaftes Bräunungsverhalten zu entwickeln“, so Nettekoven. „Die Hautkrebsgefahr, die von UV-Strahlen der Solariengeräte ausgeht, wird von ihnen jedoch massiv unterschätzt“. Daher bietet die Deutsche Krebshilfe Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Internet unter www.rosi-hat-schwein-gehabt.de zielgruppenspezifische Infos zum Thema Hautkrebs und Solarien. Dazu gehört auch die Mobile Application „App in den Schatten“. Hier kann jeder seine Freunde mit dem Smartphone im Zeitraffer altern lassen und die zunehmende Hautalterung als sichtbare Folge übermäßiger UV-Strahlen erleben.

Zudem bietet der Präventionsratgeber „Ins rechte Licht gerückt. Krebsrisikofaktor Solarium“ Interessierten umfangreiche Informationen. Dieser Ratgeber ist kostenfrei erhältlich bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, Telefonnummer 02 28/ 7 29 90-0 und unter www.krebshilfe.de.
Bonn, 13. März 2013

Deutsche Krebshilfe e.V.
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90–96
E-Mail:
Internet: www.krebshilfe.de

Die Deutsche Krebshilfe e.V. ist eine gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Die Deutsche Krebshilfe fördert Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe.

Problemfaktor Sonne.

Stundenlange Flüge, Sprachschwierigkeiten oder Währungswirrwarr; das muss nicht länger sein, wenn man den Sommerurlaub nämlich im sehr sonnigen Deutschland verbringt. Für die jährliche Sommerumfrage von Calcium-Sandoz Sun befragte „forsa“ 1.000 Deutsche zwischen 20 und 55 Jahren. Jeder Zweite sagt: Deutschland ist einfach schön.

Hauptsache, im Freien sein! So denken 84 Prozent der Heimaturlauber. Sieben von zehn Befragten sind am liebsten mit Freunden unterwegs und träumen schon jetzt von gemeinsamen Grillpartys. Für 74 Prozent gehören Sportartikel wie Surfbrett oder Wanderschuhe unbedingt ins Urlaubsgepäck. Sonnenhungrige kommen an mehr als 2.500 Kilometern Nord- und Ostseeküste auf ihre Kosten. Mittlerweile ist jeder Vierte ein begeisterter und überzeugter Badeurlauber in Deutschland.

Erstaunlich dabei, dass jeder Dritte dem konsequenten Sonnenschutz hierzulande dafür sehr wenig Beachtung schenkt. Die Begründung der Schutzmuffel: Die UV-Strahlung in Deutschland sei ungefährlicher als anderswo. Ein Viertel gab sogar an, empfindliche Haut zu haben und daher in Deutschland ruhigen Gewissens sehr aktiv zu sein.

Dabei ist Hautschutz so einfach: 14 Tage vor dem ersten Sonnenbad nimmt man einmal täglich Calcium-Sandoz Sun ein und stärkt die Haut damit von innen. Die einfachen Brausetabletten mit der besonderen Nährstoffkombination aus Beta-Carotin, Vitamin C und E sowie hoch dosiertem Calcium sind in absolut jeder Apotheke erhältlich.

Diese Nährstoffe sind nicht nur für Sonnenanbeter essenziell. Längst ist bekannt, dass die UV-Strahlung auch bei bedecktem Himmel noch intensiv genug ist, um sonnenbedingte Hautirritationen hervorzurufen. Die Brausetablette ist frei von Milcheiweiß, Laktose und Gluten und auch für Kinder und Diabetiker geeignet. Auch Diabetikern bietet sich somit ein effektiver, einfacher Schutz auf Basis ihrer Bedürfnisse!

Von Sonnenbaden bis Aktivurlaub; Ferien in Deutschland sind gefragt wie nie. Doch die UV-Strahlen der Sonne wirken in Deutschland genau so wie im Ausland, auch wenn dies die meisten Heimaturlauber leider vergessen oder verdrängen. Hautschutz ist jedoch wichtig…

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