Der Begriff umfasst verschiedene entzündliche Gelenk-Erkrankungen. Die Symptome sind meist Schmerzen, Schwellungen, Einschränkungen bei der Beweglichkeit. Im Verlauf können das Gelenk oder Teile davon zerstört werden bis hin zum Funktionsverlust oder einer Versteifung. Die häufigste Form der Arthritis ist jedoch die rheumatoide Arthritis, die manchmal noch chronische Polyarthritis genannt wird – gleichzeitig die häufigste Rheuma-Form. An dieser Krankheit leiden zwischen einem halben und einem Prozent der Menschen in Deutschland. Dabei sind Frauen drei Mal öfter betroffen als Männer. Der Beginn der rheumatoiden Arthritis fällt sehr oft zwischen das 35. und 45. Lebensjahr, häufig tritt die Krankheit aber auch erst nach dem 60. Lebensjahr auf. Die rheumatoide Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung. Ihre Ursache ist unklar.  Das Immunsystem des Körpers wehrt sich gegen den eigenen Körper (Autoimmunerkrankung). Die Symptome wie Schmerzen, Morgensteifigkeit der Gelenke oder weitergehende Funktions-Einschränkungen können zu massiven Behinderungen führen, schon bei einfachen Handgriffen. Selten können auch die Organe betroffen sein. Spätestens ein bis zwei Monate nach ersten Beschwerden sollten ein Spezialist, besser noch verschiedene Spezialsten die Diagnose stellen und die Therapie festlegen. Das geschieht z.B. an bundesweit 25 Rheumazentren.

Diagnose
Schmerzen auch in Ruhestellung unterscheiden die Arthritis von der Verschleiß-Erkrankung Arthrose, die Belastungsschmerzen verursacht und ohne Entzündung verläuft. Das Röntgenbild zeigt bei rheumatoider Arthritis Knorpelschwund und Knochenveränderungen. Die Untersuchung von Flüssigkeit aus einem geschwollenen Gelenk zeigt, ob eine Entzündung vorliegt. Das Blut wird auf Rheumafaktoren und seit neuestem auch auf bestimmte Antikörper untersucht.

Therapie
Die Behandlung sollte so früh wie möglich einsetzen. Im Verlauf muss die Therapie regelmäßig kontrolliert und angepasst werden. Geheilt werden kann die rheumatoide Arthritis nicht. Bei der Behandlung geht es vor allem darum, den Schmerz zu lindern, die Entzündung und damit ein Fortschreiten der Krankheit zu hemmen sowie die Funktion der Gelenke zu erhalten. Die meisten Medikamente, die Entzündung, Schmerzen und Schwellung der Gelenke lindern sollen, haben mehr oder weniger starke Nebenwirkungen. Das gilt auch für das häufig eingesetzte Cortison. Seit einigen Jahren hat die Medizin mit so genannten Biologicals Erfolgen, eine Immuntherapie gegen den Botenstoff TNF-alpha. Allerdings sind auch diese Biologicals nicht ohne Nebenwirkungen. Sie werden meist erst eingesetzt, wenn die herkömmlichen Mittel nicht zur Besserung beitragen. Zu den Medikamenten kommt begleitend Physiotherapie und psychologische Betreuung. Letztes Mittel bei der Behandlung einer fortgeschrittenen rheumatoiden Arthritis ist die Operation besonders betroffener Gelenke. Dabei werden etwa gewucherte Gelenkinnenhaut entfernt oder Fehlstellungen des Gelenks durch Eingriffe an den Sehnen korrigiert. Manchmal wird ein künstliches Gelenk eingesetzt.

Vorbeugung
Einer rheumatoiden Arthritis vorzubeugen – diese Möglichkeit gibt es nicht. Wer seinen Gelenken und seinem Körper allgemein etwas Gutes tun möchte, sollte auf regelmäßige Bewegung achten wie wandern, schwimmen oder Rad fahren.

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