Liebeskiller Anti-Babypille.

Die Pille kann die große Liebe auf eine echte Probe stellen. Denn laut einer Studie mögen Frauen infolge der Pilleneinnahme andere Männer als ohne das Verhütungsmittel. Heißt: Der eigentlich favorisierte Mann ist nicht mehr automatisch der Favorit und Traummann. Es ist eher so, dass der „Außenseiter“ in den direkten Fokus der jeweiligen Frau gerät.

Ohne die Extraportion Hormone fühlt sich eine Frau anhand des Geruchs in der Regel vom „Ideal“-Mann angezogen, welcher genetisch verschieden von ihr ist. Das ist gut für die Nachkommen. Doch durch die Anti-Babypille suche sich eine Frau eher genetisch ähnliche Partner aus, berichteten Wissenschaftler und Forscher der Universität Liverpool. Das könne jedoch negative Folgen haben, teilweise sogar dramatische.

Für die Liverpooler Studie mussten hundert Frauen an T-Shirts von Männern riechen, die diese zwei Nächte lang getragen hatten. Das geschah zweimal, einmal ohne Pillen-Einnahme, das zweite Mal drei Monate später nach der Einnahme der Pille. Nach den Geruchstests sollten die Frauen jeweils den Geruch beurteilen, ob dieser angenehm oder unangenehm ist. Dabei hielten sich die T-Shirts der Männer die Waage, mit ähnlichen und unterschiedlichen Gene zu den Frauen.

Vor der Pilleneinnahme fanden Frauen die T-Shirts genetisch völlig anderer Männer am angenehmsten, was medizinisch auch so erwartet wurde. Danach, war es nach Auskunft von Studienleiter Craig Roberts umgekehrt: Die Frauen interessierten sich für genetisch ähnliche Partner und entschieden sich vollkommen anders als beim ersten Test.

Die Forscher erklären sich das so: Die Pille gaukelt dem Körper eine Schwangerschaft vor. Während dieser Zeit neigen Frauen dazu, sich mit Verwandten zu umgeben, die ihnen beim Großziehen der Kinder helfen können. Verwandte haben eine ähnliche Gen-Ausstattung. Dieser Effekt ist gut für die Nachkommen und machte in grauer Vorzeit Sinn.

In Zeiten der Anti-Babypille hat das jedoch negative Auswirkungen: Diese „Störung“ der instinktiven Partnerwahl könne zu einem höheren Risiko von Fehlgeburten und schlechterer Fruchtbarkeit führen. Wenn beide Elternteile einem Kind ähnliche Gene vererben, führe dies zudem zu einem schlechteren Immunsystem des Kindes. Nach den Angaben der Forscher könnten Beziehungen durch die Anti-Babypille in Gefahr geraten, weil sie dann ihren Partner nicht mehr attraktiv findet.

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